Tagebuch der Patenkinder

„SIMON“

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Simon wurde am 16.02. geboren und hatte es in den ersten Tagen nicht ganz leicht. Obwohl er eine ĂŒberfĂŒrsorgliche Mutter hat, hat er es an ihrem schwierigen Euter nicht hinbekommen, die Zitzen zu finden. Und wie unsere Jungs oft sind, sich auch nicht besonders große MĂŒhe dabei gegeben. So hat er die ersten drei Tage den Nuckeleimer bekommen, damit er uns nicht verhungert. Fast tĂ€glich haben wir ihn immer wieder vor dem Trinken ans Euter gesetzt, damit er merkt, dass es da auch was gibt und zwar jederzeit, nicht nur zweimal am Tag. Irgendwann hat er es zuerst bei Tante Josefina und dann auch bei seiner Mutter Simone hingekriegt. Den Stolz der Mutter muss man erlebt haben, als ihr Kind endlich bei ihr getrunken hat! Sie war vorher wirklich ziemlich gefrustet und das ist keine Vermenschlichung: sie hat den Nuckeleimer durch den Stall geschossen und ihn von Josefina weggeboxt und stand hocherhobenen Hauptes mit verschleiertem Blick stocksteif still, als er dann bei ihr getrunken hat! Da konnte ich selbst mit Kraftfutter kommen. Hat sie nicht interessiert.

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24. Mai 2020

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30. Mai 2020

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27. Juli 2020

„JANNES“

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Jannes wurde am 27.2.20 geboren. Sein Start ins Leben war ziemlich schwierig. Seine Mutter Josefina hat sich bei der Geburt so unglĂŒcklich hingelegt und wollte auch nicht mehr aufstehen, so dass wir es nur mit vereinten KrĂ€ften geschafft haben, sie in eine Position zu bringen, in der ihr Kalb Platz hatte, den Weg ins Freie zu finden. Unter der Geburt hat sich Josefina einen Nerven im Becken geklemmt und konnte die ersten zwei Wochen kaum laufen. Dadurch war sie auch nicht besonders um ihr Kalb bemĂŒht sondern mehr mit sich selbst beschĂ€ftigt und viel am Liegen. So haben wir Jannes die ersten Wochen mit dem Nuckeleimer gefĂŒttert. Nach etwa zwei Wochen ging es seiner Mutter deutlich besser und wir konnten ihn immer wieder bei ihr ans Euter setzten. Es hat dann nicht lange gedauert und er hatte es raus. Zeitgleich sind dann auch Josefinas MuttergefĂŒhle fĂŒr ihren Sohn erwacht. Mittlerweile teilen sich Jannes und Simon wie zu Anfang den Nuckeleimer und nun auch ihre MĂŒtter. Oft sieht man beide KĂ€lber an der einen oder anderen Kuh zusammen saufen.

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24. Mai 2020

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27. Juli  2020

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27. Juli 2020

„RAFFAELO“

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Raffaelo ist bereits am 1. Januar 2020 geboren und hat seine Patin im Alter von sieben Wochen bekommen. Er hatte mit drei Wochen eine schwere LungenentzĂŒndung und hĂ€tte es fast nicht geschafft. Dadurch ist er in seiner Entwicklung deutlich hinter den anderen KĂ€lbern hinterher. Mit sieben Wochen sah er aus, wie die anderen KĂ€lber mit drei Wochen. Mittlerweile holt er aber fleißig auf und vielleicht wird aus ihm irgendwann doch noch ein stattlicher Bulle.

10.03. 2020

Raffaelo ist mit seiner Mutter in die Gruppe der gleichaltrigen KĂ€lber umgezogen und gehört jetzt zu den „GrĂ¶ĂŸeren“, die es schon schaffen, nachts alleine im Kinderzimmer zu schlafen. Normalerweise ist dies im Alter von drei Wochen der Fall, er durfte dafĂŒr zehn Wochen alt werden. ;-)

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24. Mai 2020

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30. Mai 2020

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27. Juli 2020

„KASIMIR“

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Kasimir wurde am 20.03.20 geboren. FĂŒr seine Mutter Kiki ist es ihr erstes Kind. Er ist ein bisschen klein, aber ansonsten fit. Seine Mutter nimmt es mit dem Muttersein sehr genau und scheint die Polizistin der Herde zu sein. Sie verfolgt uns immer, wenn wir durch den Stall gehen und schaut ganz genau, was wir machen, selbst wenn es nicht ihr Kalb betrifft. Damit er uns nicht krank wird bei dem nassen und windigen Schmuddelwetter, das wir draußen haben, bleibt er vorerst eingedeckt.

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19. MĂ€rz 2020

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30. Mai 2020

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27. Juli 2020

„WINSTON“

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Winston, geboren am 27.02.20 ist ebenfalls ein Erstgeborener unserer Wickie. Er hat seine Patin ganz bei uns aus der NĂ€he.

Mit einer Woche ist er schwer an Durchfall erkrankt. Aber er ist ein kleiner KĂ€mpfer und nach vier Tagen Behandlung und tĂ€glich mehrfachem Drenschen, damit er genug FlĂŒssigkeit zu sich nahm (Nuckeleimer hat er nicht angenommen und um bei seiner Mutter zu saufen war er zu schwach) hat er es ĂŒber den Berg geschafft.

Mittlerweile ist er Kasimirs und Christians bester Freund. Die drei hÀngen eigentlich immer zusammen und fetzen auch schon ganz schön durch den Stall.

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19. MĂ€rz 2020

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24. Mai 2020

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28. Juli 2020

„LORDI“

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Lordi ist unser schönstes Osterei! Aber Morgen des Ostersonntags lag er neben seiner Mutter im Stroh und hat uns aus seinen dunklen Augen fröhlich angeguckt. Seine Mutter Laura dĂŒrfte es auf einem Milchviehbetrieb eigentlich nicht geben… sie ist unser Zweizylinder, wie wir sie liebevoll nennen: sie gibt nur aus zwei Zitzen Milch. Das hat sie von anfang an so gemacht. Nicht sehr wirtschaftlich…. aber sie ist eine der schönsten KĂŒhe in unserem Stall und sie bekommt immer die schönsten KĂ€lber. Lordi ist bereits ihr viertes… ;-)

Neben Lordi kĂŒmmert sie sich dieses Jahr auch um ihr Adoptivkind Valentin. Milch zum Melken bleibt da keine mehr…

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24. Mai 2020

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30. Juni 2020

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27. Juli 2020

„Valentin“

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Wenn man Valentin zwischen den 22 grĂ¶ĂŸtenteils schwarzweißen KĂ€lbern finden will, muss man nur nach Lordi Ausschau halten. 😉
Die beiden haben im wahrsten Sinne des Wortes auf BlutsbrĂŒderschaft getrunken:
Lordis Mutter Laura hat Valentin adoptiert und zieht beide groß. Das hat sie schon ĂŒbernommen, als Valentins Mutter noch lebte. Mittlerweile ist er jedoch Halbwaise.

Seine Mutter war eine dieser TurbokĂŒhe, die wir schon als Ă€ltere Kuh von einem aufgebenden Betrieb ĂŒbernommen haben und die bei uns dann noch vier KĂ€lber bekommen hat. Drei davon hat sie selber bei uns groß ziehen dĂŒrfen. Sie war eine wahnsinns Milchkuh und Mutter. Hat zeitweise ĂŒber Vierzig Liter Milch pro Tag gegeben. Leider lag ihre Milchleistung immer ĂŒber ihren körperlichen KapazitĂ€ten, so dass sie fĂŒr Kuhkrankheiten leicht anfĂ€llig war und wir sie immer in besonderem Maße fĂŒttern und pflegen mussten, was nicht das Ziel unserer Milchkuhhaltung ist…

WĂ€hrend der TrĂ€chtigkeit von Valentin hat sie dann so stark abgebaut, dass wir sie nach seiner Geburt nicht mehr gemolken haben und sie drei Monate lang nur noch Mutter fĂŒr ihn sein durfte, bevor unser Tierarzt sie dann in den Kuhhimmel entlassen hat. 🌈💚

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24. Mai 2020

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30. Juni 2020

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27. Juli 2020

„Renesmee“

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Renesmee wurde als FrĂŒhchen geboren. Sie war wirklich winzig, als sie auf die Welt kam. Aber sie hat die Welt erobert! Sie wird in der Entwicklung noch lange hinter den anderen her hĂ€ngen, aber dank ihrer Patin bekommt sie die Zeit und die Milch, die sie benötigt, um groß und stark zu werden ohne das es fĂŒr uns ein finanzielles Desaster wird. Sie ist das absolut verschmusteste Kalb unseres Hofes. Nach dem Motto: man hat es leichetr, wenn man sich mit den Menschen anfreundet! ;-) …und wenn man bei allen und jedem Milch schnorrt! Am liebsten bei Tante Arabella, aber auch alle anderen werden regelmĂ€ĂŸig auf ĂŒberschĂŒssige Milch hin ĂŒberprĂŒft.

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24. Mai 2020

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30. Juni 2020

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27. Juli 2020

„Arielle“

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Arielle ist das Patenkind eines kleinen MĂ€dchens, die ihr auch gleich den passenden Namen ausgesucht hat!

Sie ist ebenfalls eher ein kleineres KĂ€lbchen aber genauso fit und munter wie ihre beste Freundin Renesmee nur nicht ganz so zutraulich. Ihre Mutter ist eine eher schĂŒchterne Kuh, was dazu fĂŒhrt, dass auch die KĂ€lber eher vorsichtig ihrer Umwelt gegenĂŒber stehen.

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20. Juni 2020

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30. Juni 2020

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27. Juli 2020

„Seppel“

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Seppel hat sich seinen Namen selbst verdient… Haha. Er hat sich in den ersten Wochen wirklich ziemlich seppelig verhalten. Er hat es nicht geschafft, bei seiner Mutter zu trinken, so dass wir ihn mit dem Nuckeleimer versorgt haben. Dabei mussten wir ihm das Saufen quasi tĂ€glich neu beibringen. WĂ€hrend jedes Kalb normalerweise irgendwann begreift, dass aus dem Nuckel Milch kommt und den Hunger stillt, war fĂŒr ihn der Nuckel jedesmal wieder etwas fremdartiges an das man auf gar keinen Fall heran wollte… Auch das Ansetzen an Mamas Euter haben wir immer wieder geĂŒbt, aber das war noch schwieriger.

Um so grĂ¶ĂŸer war die Erleichterung, als er es nach einigen Wochen dann doch angefangen hat, bei seiner Mutter zu trinken!

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20. Juni 2020

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27. Juli 2020

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27. Juli 2020

„Robin“

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Robin ist ein Dreiblut. Seine Mutter ist eine unserer ersten Holstein-Pinzgauerkreuzungen und sein Vater ist Erwin, ein Harzer Höhenviehbulle. So vereint Robin drei Rassen in sich. Er ist unsere kleine Rakete und immer auf Zack. So schnell wie er ĂŒber die Weide fetzt, kann man kaum hinterher gucken! Eine weitere Besonderheit von ihm ist es, dass wir nicht nur seine Mutter melken, sondern auch seine Großmutter und Urgroßmutter noch im Stall haben!

„Drako“

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Am gleichen Tag wie Robin ist auch Drako geboren. Er ist von unserem Natus und man sieht den GrĂ¶ĂŸenunterschied zu Robin. :-)

Er ist eher von der ruhigen Sorte. Aber als er sich dann das erste mal auf die Weide getraut hat, war seiner Bewegungsfreude keine Grenzen gesetzt.

„Freddie“

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Freddie ist auch von Natus dafĂŒr aber ein kleiner Zwerg. Ihn hat dann auch der Durchfall erwischt, aber er hat es ĂŒberstanden und tobt wieder mit den anderen durch den Stall. Seine Mutter ist ein sehr rangniedriges Tier, weshalb sie sich nicht so druchsetzen kann, wenn es darum geht an der Seite ihres KĂ€lbchens zu bleiben, aber Freddie macht es wett, in dem er durch alle hindurch immer wieder den Weg zu ihr findet.